„Kampf gegen Rechts“ kommt Delmenhorst teuer zu stehen

2008 Juni 22
by organisator
Die Stadt reisst das überteuerte Hotel ab, das sie NPD-Anwalt Jürgen Rieger mit Spendengeldern vor der Nase wegschnappte.

Im Jahr 2006 plante der Hamburger NPD-Anwalt und stellvertretende Parteivorsitzende Jürgen Rieger – in modernen rechten Kreisen auch als „Schädelvermesser“ und „Samenbanker“ verschrieen – in Delmenhorst ein heruntergekommenes und sanierungsbedürftiges Hotel aufzukaufen, das er zu einem Schulungszentrum umfunktionieren wollte. Dagegen wollten sich gewisse Initiativen wehren, die offenbar insgeheim fürchteten, dass sie in Zukunft im Fernsehen als Bewohner eines „braunen Rattennestes“ dargestellt werden würden. Sie begannen, unter den Bürgern und Organisationen in und um Delmenhorst Spenden zu sammeln, um den NPD-Anwalt zu überbieten. Knapp 900.000 Euro sammelten sie, ein stolzes Drittel des späteren Kaufpreises – den Rest übernahm die sowieso hochverschuldete Kommune selbst. Damit überbot man Rieger am Ende – doch deser „Sieg“ entwickelte sich schnell zum Pyrrhussieg. Denn keiner wollte das leerstehende Gebäude in der Folgezeit kaufen, wohl auch wegen 20.000 Euro monatlicher Unterhaltungskosten. Die belaufen sich bis jetzt auf rund 360.000 Euro, da die Stadt aus ungenannt gebliebenen Gründen ein Angebot der Arbeiterwohlfahrt (AWO), die das Hotel in ein Alten- und Pflegeheim umwandeln wollte, ausschlug. Nun hat man sich offenbar entschlossen, das Gebäude abreissen zu lassen und somit ein Millionengrab im „Kampf gegen Rechts“ zu schließen. Was bleibt, dürfte der Unmut der Spender sein, die es sich in Zukunft möglicherweise zweimal überlegen, ob sie den Spendensäckel „gegen Rechts“ öffnen werden. Desweiteren bietet sich für Immobilienbesitzer, die ihre Ruinen nicht loswerden, die Gelegenheit, mit einem Anruf bei Jürgen Rieger dafür zu sorgen, dass sie einen Haufen alter Steine für das Mehrfache von deren Wert verkaufen können.

  1. 2008 August 8
    Hartmut Slomski Permalink

    Da kann man doch mal sehen, wie bescheuert die Leute sind! Offenbar haben die doch wohl zuviel Geld, wenn sich 900.000 Euro zusammenkratzen lassen nur damit dort kein NPD-Schulungszentrum entsteht. Und was den Rest des Betrages betrifft, so ist dies doch wohl seitens der Stadt Delmenhorst pure Steuerverschwendung. Und dies, obwohl anderseits viele Millionen Arbeitslose an HartzIV verrecken! Aber bei denen wird ja immer mehr gespart. Damit die Armen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden! Denn was ist dabei herausgekommen: der Vorbesitzer hat sich auf Steuerzahlerkosten in Verbindung mit der im „Kampf gegen Rechts“ betriebenen Volksverblödung eine goldene Nase verdient!
    Wenn die Leute etwas mehr Verstand hätten, dann würden sie dagegen demonstrieren, anstatt wie eine Herde blökender Schafe bei den von den Pro-HartzIV-Drecksparteien, den Pro-HartzIV-Dreckskirchen, den Pro-HartzIV-Drecksbehörden und den Pro-HartzIV-Drecksorganisationen (z.B. AWO und Diakonie) gemeinsam organisierten Demos gegen die NPD „Nazis raus!“ zu schreien!

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