Studie: Jeder sechste Jugendliche in Sachsen sieht sich politisch rechts
Rückgang um drei Prozentpunkte im Vergleich zu 2005.
17 Prozent (rund jeder sechste) der sächsischen Jugendlichen verorten verorten sich selbst politisch rechts. Sie (15- bis 26-Jahe alt) gaben bei einer am Dienstag in Dresden vorgestellten Befragung im Auftrag des Sozialministeriums an, sich in ihrer Grundeinstellung rechts der politischen Mitte zu positionieren. Bei der Vorläuferstudie 2005 hatten sich noch 20 Prozent rechts der Mitte gesehen, 2003 waren es nur 12 Prozent – im Vergleich zum Vorjahr ein Abfall um drei Prozentpunkte. Der Anteil der Jugendlichen, die sich links der Mitte ansiedeln, stieg im gleichen Zeitraum von 22 Prozent im Jahr 2005 auf nunmehr 23 Prozent. In der politischen Mitte positionierten sich im vergangenen Jahr 43 Prozent der Jugendlichen, 2005 waren es noch 42 Prozent. Insgesamt lehnten 29 Prozent außerdem die Aussage ab, wonach das Zusammenleben von Deutschen und Ausländern weitgehend ohne Probleme sei. Die Interpretation gestaltet sich alerdings schwierig, zumindest was die rechte Seite betrifft. Für den Rückgang könnten auch die vielen gutmenschlichen Aktionen nach den NPD-Wahlerfolgen (Landtags- und Kommunalwahlen) gesorgt haben – egal, ob sie die Jugend überzeugt haben oder ob diese sich jetzt nur in der Öffentlichkeit zurückhaltender gibt. Auch gilt es zu bedenken, dass viele Jugendliche eigentlich rechts sind – es aber unbewusst nicht wahrhaben wollen.
Wer mit 20 nicht links ist, hat kein Herz, wer es mit 30 immer noch ist, hat kein Hirn.
Wir müssen uns sowieso von der alten Einteilung verabschieden. Rechts wird heute tlw. auch mit liberal gleichgesetzt. Ich für meinen Teil würde mich grundsätzlich auch als rechts einstufen, wobei das nach herrschendem linken Mainstream wohl noch gelinde ausgedrückt ist.
In einigen Bereichen bin ich aber auch „links“, im Sinne von volksnah und anti(turbo)kapitalistisch. So geht es heutzutage vielen. Deswegen sollte man diese Einteilung aufgeben. Die Frage muss lauten, ob man Deutscher/kulturnaher Europäer ist oder nicht.
Das Parteienkartell steht eh in der „Mitte“. Das gilt es zu bekämpfen. Alles außerhalb der Mitte ist zu begrüßen.
Und warum sollte nicht ein „Linker“ irgendwann bei uns mitmachen, wenn er erkennt, dass seine Vorstellungen eben doch nur national und nicht international durchsetzbar sind?